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Itancana Rehe-Leitpferd (admin)


Anmeldungsdatum: 14.12.2007 Beiträge: 18028 Wohnort: Preetz
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Verfasst am: So Dez 16, 2007 22:08 Titel: Schmerz, Hufbeinrotation und Hufbeinsenkung |
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Wovon kommt der Schmerz bei Hufrehe, wovon die Hufbeinrotation oder Hufbeinsenkung?
Umso länger die Situation dauert, in der Zellen absterben, umso mehr werden es. Wenn die Hufrehe ausbricht, bedeutet das, dass das Pferd nicht an dem Gift im Körper gestorben ist, sein Immunsystem hat begonnen zu kämpfen. Ein gigantisches System setzt sich in Bewegung, es ist ein kleines Wunder, das mich fasziniert, seit ich begonnen habe zu begreifen, wie der Körper arbeitet, wenn eine Störung auftritt. Genau kann ich Euch das in dieser Kurzinfo jetzt nicht erklären. Der Körper sendet Botenstoffe aus, die bewirken, dass das Gehirn den Befehl gibt, neue Blutgefäße zu bauen, um die toten Zellen abzutransportieren und Nährstoffe heranzutransportieren, um das kranke Gewebe zu reparieren.
Dadurch schwillt im Huf natürlich alles an, denn mehr Blutgefäße als normal nehmen Platz weg, Eiter und derartige Stoffe ebenso. Das drückt und das tut weh. Aber das ist auch ein Zeichen von Heilung.
Leider steht das Pferd nun auf seinen Hufen und wenn viele tote Zellen da sind, kann es sein, dass viel Gewebe abgebaut werden muss, das Hufbein sackt hinterher, mit Pech schneller als der Körper neue Zellen unterbauen kann. So müßt Ihr Euch das vorstellen, wie es zur Hufbeinrotation und/oder Hufbeinsenkung kommt.
Das kann sich mit der Zeit aber wieder zurechtwachsen. Ich habe das schon erlebt. Auch, dass manche Pferde durchaus nach einer Weile wieder reitbar waren. Unser Max hatte mal eine zwar leichte Hufrehe, ist aber auch voll reitbar, sogar in der Reitschule unserer Tochter, wo er richtig viel tut. Auch Chiwa geht es inzwischen so gut, dass wir überlegen, ob mein Freund Jürgen, der sehr klein und zierlich ist, sie bald mal doch wieder reiten kann.
Die Schwäche, dass Hufrehe wieder kommt, ist meistens bei einem Pferd, das es schon einmal hatte, aber da.
Ihr müßt also nach einer überstandenen Hufrehe sehr vorsichtig sein.
Das Pferd darf wieder weiden, wenn es gesund ist, aber bitte vorsichtig und bitte gebt ihm auch im Sommer immer etwas Heu dazu. Ein Hufrehe-Pferd braucht viel Rauhfutter, mehr als ein ganz gesundes, denn die Schwäche bleibt. Bitte gebt ihm immer etwas gesundes Öl, vor allen Dingen auch welches mit Omega-3-Fettsäuren, achtet auf ein gutes Müsli, das ausreichend Mangan, Zink, Kupfer und B-Vitamine enthält.
Auch wenn ein Pferd Vitamin C selbst synthetisieren kann, gebt ihm ruhig immer etwas Obst, nicht kiloweise, aber genug für eine kleine Extraportion Vitamin C. Ebenso Vitamin A (wird aus Beta-Carotin geteilt) in Form von Möhren.
Am besten ist für ein Hufrehe-Pferd Offenstallhaltung mit Pferdegesellschaft und viel kontinuierliche Bewegung, aber keine Überanstrengung.
Ja, das war's in Kürze.
Ich wünsche Euch viel Glück.
LG
Renate
 _________________ Lieben wir sie deshalb so, die Pferde, weil sie Zeugen sind aus einer längst vergangenen Zeit, in der die Freiheit nicht nur ein bloßes Ideal gewesen sein mag. Einmal hat es diese Freiheit wohl gegeben.
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